Erprobungsstufe

Der Wechsel an die weiterführende Schule bedeutet für jede Schülerin und jeden Schüler Veränderung, etwas Neues beginnt.

Um diese Neuerungen zu verdeutlichen, sind im Folgenden drei exemplarische Beispiele aufgeführt:

  • Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5 werden mit einem steten Lehrerwechsel konfrontiert, da an der Realschule jedes Fach von einer anderen Lehrerin oder einem anderen Lehrer unterrichtet (Fachlehrerprinzip) wird. Für die Kinder bedeutet das, dass sie lernen, sich an einem Schultag auf drei oder mehrere Lehrpersonen einzustellen.
  • Der Fächerkanon an einer Realschule erweitert sich. So werden z.B. die Fächer der Naturwissenschaften innerhalb der Biologie, Chemie und Physik differenziert unterrichtet.
  • Die jungen Schülerinnen und Schülern begegnen an der Realschule auf einmal einer großen und durchgehend älteren Schülerschaft.

Um diese Neuerungen im Schulalltag und den Einstieg in die Erprobungsstufe einer weiterführenden Schule reibungslos zu gestalten, gibt es an der Karl-von-Lutzenberger Realschule innerhalb des Schulprogramms eine Vielzahl von Projekten, um unseren „Kleinen“ das Schulleben so angenehm wie möglich zu machen und ein „Ankommen“ an der Realschule zu sichern. Beispiel hierfür sind unsere Paten aus den höheren Jahrgangsstufen und auch die Gestaltung der aktiven Spielpause in den Turnhallen, welche von ausgebildeten Sporthelfern (ältere Mitschüler) beaufsichtigt wird.

Aber was ist jetzt genau die Erprobungsstufe?

  • Die Erprobungsstufe der Sekundarstufe I bildet eine gesonderte pädagogische Einheit in der Schullaufbahn einer jeden Schülerin / eines jeden Schülers und setzt sich aus den Jahrgängen 5 und 6 zusammen. Die Lehrerinnen und Lehrer führen die Kinder in dieser Zeit an die Bildungsangebote und Unterrichtsmethoden einer Realschule heran.
  • In dieser Zeit beobachten und fördern die Lehrerinnen und Lehrer die Kinder in Zusammenarbeit mit den Klassenleitungen und arbeiten intensiv mit den Eltern und Erziehungsberechtigten zusammen.
  • In der Erprobungsstufe gibt es keine Versetzung in der Klassenstufe 5, d.h. das Kind wird automatisch in die Klassenstufe 6 versetzt.
  • Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Versetzung der Schülerinnen und Schüler in die Klassenstufe 7 über den Verbleib an der Realschule. Wird eine Schülerin / ein Schüler nicht in die Klasse 7 versetzt, so muss sie / er die Schulform Realschule verlassen. Wir als Schule unterstützen die Eltern in diesem Fall bei der Suche nach der geeigneten Schulform.
  • Stellt die Versetzungskonferenz am Ende der Erprobungsstufe fest, dass das Kind zu einer anderen Schulform wechseln soll, so wird diese Empfehlung mindestens 6 Wochen vor dem Ablauf des Schuljahres schriftlich mitgeteilt. Auch in diesem Fall stehen wir beratend und unterstützend zur Verfügung.
  • Maximal kann eine Schülerin / ein Schüler drei Jahre in der Erprobungsstufe verweilen.